Kreatives Schreiben

 

"Ut pictura poiesis - Dichtung ist wie Malerei", behauptete der römische Dichter Horaz, was das Verhältnis zwischen Dichtung und bildender Kunst bis heute spannend hält.

 

Texte haben mir von früh an Freude bereitet, und heute bin als Autor Genre übergreifend erfahren, bis hin zur Erstellung von eher schnöden Qualitätshandbücher, die aber auch gut lesbar sein müssen. Weiterhin schrecke ich vor keiner Herausforderung zurück und seit einiger Zeit nehme ich als Texter Aufträge an. In einigen Ratgeber und Fach-Artikeln schrieb ich über Atmung, Abnehmen, Heilfasten, Ernährung, Angststörungen, Teamarbeit, Konflikten, Leistungssteigerung etc.

 

Themenbereiche sind allgemein: Soziales, Gesundheit, Psychologie, Ethik, Supervision, Coaching, Medizin, Arbeit-und Handlungskonzepte für Soziale Einrichtungen, Literatur und Literaturwissenschaft; Kreatives Schreiben.

 

Wer an einem Text, einer Rede, einem Entwurf, einer Idee zu einem bereits entworfenen Text interessiert sein sollte, kann sich gern an mich wenden. Das Honorar ist von der jeweiligen Aufgabe abhängig und zum Teil verhandelbar, sofern es sich um eine Privatperson handeln. Sollte es zu einem Auftrage kommen, wird das Vereinbarte in einem Werkvertrag festgelegt.

 

Zur Anschauung finden Sie einige Textauszüge.

 

Aus dem Bereich Lyrik ein Gedicht, dass sich seit jähren im Netz tummelt.

 

Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen. 

 

Frank Hohl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Manipulation im täglichen Leben

 

Einleitung

Manipulation aus dem Leiteinischen übersetzt soviel wie: etwas in der Hand haben oder eine Handvoll, ein Handgriff, oder auch Kunstgriff. Das zuletzt genannte Wort „Kunstgriff“ dürfte beim Leser sogleich einen negativen Klang hervorrufen, so nah an künstlich, an nicht echt, nicht wirklich, was auf Manipulation auch zutrifft, denn jede Form von Manipulieren hat per se einen äußerst schlechten Ruf.   

Mit dem neutralen Begriff als solches ist im Grunde nicht mehr gesagt als Einfluss nehmen. Wenn aber gezielte unbemerkte Beeinflussung hinzukommt, um das klammheimlich für eigene Ziele zu nutzen, - ist das dann schon eine echte Manipulation? Oder müsste das Wörtchen „nutzen“ erst durch das Wort „missbrauchen“ ersetzt werden, um hier eine deutliche Linie zu ziehen. 

Wo fängt Manipulation an? Wodurch ist sie so in Verruf geraten? Wer macht denn sowas eigentlich? Was ist mit Mitgefühl, Schuld und Verantwortung? Wie kann ich mich denn selber vor Manipulation schützen? Was kennzeichnet Manipulation genau und wo unterscheidet sie sich in den Beziehungsmustern?

Über die Fähigkeit andere zu beeinflussen, verfügt jeder Mensch. Sollte er zumindest, denn ohne wäre er nicht lebensfähig. In unseren frühsten Beziehungen sichert die Einflussnahme unser Bestehen. Wir lernen, Mutter, Vater, die Bezugsperson zum Geben zu veranlassen und werden von Ihnen belohnt. Nehmen können gilt als eine soziale Verhaltensweise. Wir müssen in den frühen Stadien unseres Lebens nichts beschaffen, sondern wir erhalten. Über den Weg der Identifikation lernen wir später auch das Geben. So wachsen wir in der Regel zur moralisch gefestigten Persönlichkeit heran und übernehmen für Etwaiges die volle Verantwortung, wenn auch nicht immer gern. Nehmen und Geben ist somit ein vollkommen wertfreies Vermögen. Parallel wächst im Gleichschritt unser Werteverständnis heran. Das entsprechend verinnerlicht führt zur Sozialen Kompetenz. Kommt es entwicklungspsychologisch in dieser wichtigen Balance zur mangelnden Übereinstimmung, kann daraus ein späteres Defizit entstehen mit der Neigung zur negativen Manipulation. 

Nicht jeder ist sich über eigene Manipulationstendenzen stets bewusst. Bestenfalls ist das auch gar nicht nötig. Wäre ein Hinschauen dennoch angezeigt, bspw. aufgrund eines Hinweises, kann sich ein sogenannter „blinder Fleck“ zeigen. Bequemlichkeit als menschliche Strategie kann auch dazu verleiten, das eigene Verhalten besser nicht zu hinterfragen, weil sich Unwissenheit leichter anfühlt, als „schlecht zu sein“. Andererseits kann genau dieses Unwissen zu wiederholenden Fehlstellungen im Leben führen, die sich durch Selbstreflexion und der Hinwendung zu einer positivere Lebensführung verhindern ließen. Anderen wiederum, denen es an Verantwortungsgefühl fehlt, setzen die Beschaffung über Manipulation als Werkzeug bewusst ein, ohne Scham und Rücksicht. 

Die Frage ist somit stets, ob „die Gabe“ andere Menschen zu etwas zu veranlassen, in den richtigen Händen liegt oder ob daraus eine negative Manipulation wird. Über den oben nur kurz angedeuteten entwicklungspsychologischen Hintergrund gelangen wir mit dem Thema Manipulation zu Moral und Humanität unseres gesellschaftlichen Lebens. In diesem wird vieler Orts manipuliert, was das Zeugs hält. In allen gesellschaftlichen Rollen, Lebensphasen, Gruppen, Organisationen, politischen Strukturen, Einzelbeziehungen. Moral und Humanität, schließlich die Gesetzgebung, hält unser gesellschaftliches Miteinander zusammen und sorgt dafür, dass wir zwischen anerkannter und negativer Manipulation unterscheiden. 

In der bildlichen Vorstellung einer Art Manipulations-Hierarchie steht die Propaganda an der Pyramidenspitze mit Lüge und Täuschung. Dass wissen nicht nur wir Deutsche aufgrund unserer Geschichte, sondern jeder einzelne Mensch weltweit macht in seinem Leben persönliche Erfahrungen mit manipulativen Menschen oder organisierten Vorgehensweisen. Daraus resultieren Aufmerksamkeit, Gespür, Kenntnisse, Vorsicht, nicht zuletzt das geschärftes Auge der Lebenserfahrung. 

Die Folgende Lektüre differenziert das Thema der Manipulation grundlegend und konzentriert sich auf geeignete Handhabung und Möglichkeiten des Selbstschutzes. Vorurteile, Sichtweisen, Phänomene, „Spielregeln“, Effekte werden beleuchtet und im Kontext als eine Variante verstanden. Viele kleine und große Manipulationen aller Couleur werden unter einer Art Mikro- und Makro-Perspektive betrachtet. Unsere alltäglich verbale und nonverbale Kommunikation wird dabei fokussiert, der Blicke über den Tellerrand zur größeren Übersicht geweitet. Der weitere Textverlauf neuen Zweigen der Psychologie zu, die sich mit positiven Gefühlen und gesundheitlichen Aspekte in holistischer Weise beschäftigt.

 

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Mentale Stärke und die Wirkung des Denkens

 

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Das Denken des Wettkämpfers rückte in den Vordergrund. Über einen offenen Austausch zwischen Trainer/Coach und Athleten sollten die vielfältigen Chancen der Leistungssteigerung bedacht und vom Athleten umgesetzt werden. Dazu musste er zunächst seine Gedankeninhalte wahrnehmen. Zu Beginn noch ungewöhnlich für viele Sportler, die gewohnt waren, dem Trainer zu folgen. Doch ließen sich über diesen Weg gedankliche Barrieren aufspüren und wegräumen. Motivation und physisches Vermögen waren in Einklang zu bringen. 

 

 

Textfeld: Das Erlernte sollte vom Athleten in bewusstem Bezug zu sich selbst umgesetzt werden. Damit hatte die gedankenlose Gefolgschaft ausgedient, und der Weg zur Persönlichkeitsentwicklung wurde frei.

 

Persönlichkeitsentwicklung[1]
 

Verfügte der Hundertmeterläufer über eine perfekte Beinmuskulatur, entschied Feinabstimmung. Ging er mit zu großem Ehrgeiz und Erwartungsdruck in den Lauf, konnte das wie mit angezogener Handbremse oder einem Gummiseil im Rücken wirken. Mehr noch: Was waren die spitzenmäßige Muskulatur und Technik gegen die Angst vor dem Versagen.

 

Ein Ansatz aus dem Sport, der in den 1990. Jahren seinen Weg die Arbeitswelt[2] fand. Ziele, Fähigkeiten, Leistungsvermögen und vor allem die richtige Einstellung waren auch hier über Coaching[3] in Einklang zu bringen. Das „Gummiseil“ im Rücken von Mitarbeitern, Vorgesetzten, Abteilungen und Teams konnte auch hier vollkommen unbemerkt in Spannung bleiben und für ein Scheitern sorgen. Was jeder weiß: Gedanken wie: es ja sowieso nicht oder mal eben alles zu schaffen, können unreflektiert zum Scheitern führen. An Gegenbeispielen von spielerisch anmutenden Erfolgen erfreuen wir uns um so mehr und es gibt genügend Gegenbeispiele. Es hängt von der kommunikativen Reife eines Teams ab, wie viel mentale[4] Stärke gebündelt werden konnte. Sie gilt als nicht angeboren, sondern als erlernbare Eigenschaft. Selbstreflexion ist in dieser Entwicklung ein unverzichtbares Werkzeug.

 

Textfeld: Gelingende Teamarbeit gleicht eher dem Fußball, als dem Hürdenlauf  

 

Teamarbeit


Ein besonders wichtiger Faktor im Training Mentaler Stärke ist das Durchhaltevermögen. Lautet so die Zielsetzung, können auch negative Gedanken von hohem Nutzen sein. Es muss allerdings gelingen, sie als Kraftquelle anzunehmen und in positive Energie umzuwandeln. 

 

Sind negative Gedanken da, sind sie nun einmal da. Sie nicht wahrzunehmen, über sie hinweg zu gehen - funktioniert nicht. Durchhaltevermögen als Zielsetzung in der Persönlichkeitsentwicklung benötigt Gründe, - eine übergeordnete Zielsetzung. Der Athlet trainiert den Hundertmeterlauf für die Weltmeisterschaft. In der Arbeitswelt wird die Projektabgabe zum Meisterschaftsziel, der Angehörigenabend, das Meeting am Samstag, die Powerpoint-Präsentation, die Jahresbilanz, der folgende Tag im Büro. Auch Selbstgespräche können nützlich sein im Training von mehr

 

Textfeld: Mit den Worten: „Halt, wütend sein ist leicht!“ stoppte Mentor den noch jungen Telemachos, der unbedacht seinem Vater Odysseus zur Hilfe eilen wollte und damit beinahe eine gefährliche Schlacht verursacht hätte.

 

Durchhaltevermögen. Bremst etwas, können ggf. auch Rück- oder Umwege angebracht sein und danach rasch voranführen. Die Suche nach der Quelle negativer Gedanken lässt sich nicht immer umgehen. Je mehr Selbstbewusstsein, desto größer die mentale Stärke. Sie wächst und lebt in jeder Hinsicht von der bewussten Anpassung an Herausforderungen. Es ist erlernbar, „Störungen, Hindernisse, Sorgen, Ängste“ als konnotativ sinnvoll zu erkennen. Sie kommen nicht von irgendwoher, sondern sind Ausdruck von etwas. Wahrnehmen, erkennen und verstehen heißt somit Anlauf nehmen. Ergebnisse lassen sich anschließend kraftspendende Erinnerung verankern.

 

Mental, Mentor, Mentoring

 

 Wenden wir uns nun einzelnen Bausteinen zu, die in der konkreten Arbeitswelt weithin von Bedeutung sind. Als erstes . . .

 



[1] https://www.suedtirolnews.it/sport/der-neue-weg-zur-ganzheitlichen-athleten-entwicklung

[2] M.-L. Neubeiser, Management-Coaching, Düsseldorf-Wien, 1992

[3] Coaching: Teil der Supervision: Gesellschaft für Coaching e. V.

[4] Abgeleitet von Mentor, Telemachos (Odysseus Sohn) Lehrer

Lyrik

  • Zusammen 

Zusammen (veröffentlicht)

Wieder verwöhnte dein Atem
die Uhr unter dem Fenster
Hüllten sich unsere Glieder
in Schatten fliehender Wolken
Und schmiegte sich das Sichellicht
in unsere geöffneten Hände

Wieder ahnte ich im Herzstück
der Nacht dein fragendes Lächeln
Die bilanzierenden Träume, die
eine Stirn im Luftzug verwüsten
Und sogar der überwachte Himmel 
zog seine Lichter überhastet ein

Da krönte deine Silhouette
das rötliche Band am Horizont
Fuhr ich mit ausgestreckter Hand
über dein glühendes Lachen

Und nur ein Fingerspitzenfunke genügte
das Gefieder stoischer Raben 
in buntes Grau zu verwandeln.